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OZ-Rügen ganz nah - Umweltkollaps im Herzen der Insel

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OZ-Rügen ganz nah
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
wer an Rügen denkt, hat normalerweise Bilder von Romantik, intakter Natur, Strand und Fischern im Kopf. Die Fotos, die in den vergangenen Tagen in nahezu allen großen Tageszeitungen in ganz Deutschland gedruckt wurden, zeigten das ganze Gegenteil: Der Grund des Kleinen Jasmunder Boddens ist zum Teil mit den blinkenden Leibern toter Fische übersät, an der Wasseroberfläche treiben verendete Brassen, Hechte, Zander und Aale, an den Ufern des Kleinen und Großen Jasmunder Boddens stapeln sich Fischkadaver.
Schon vor Weihnachten hatte hier, im Landschaftsschutz- und künftigen Naturschutzgebiet ein Fischsterben begonnen, wie es die Insel seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Viele fühlten sich an 1990 erinnert, als das Ökosystem im Kleinen Jasmunder Bodden gekippt und praktisch der gesamte Fischbestand vernichtet war. Damals war das übermäßige Wachstum einer giftigen Alge - befördert durch die jahrzentelange Einleitung unsauberer Abwässer - Ursache für die Umweltkatastrophe.
Was die aktuelle Tragödie auslöst, wird noch untersucht. Die Behörden und Ämter, die offenbar erst nach zwei Wochen den Ernst der Lage begriffen hatten, machten anfangs keine gute Figur. Umso mehr engagierten sich die Rüganer: Ehrenamtler vom THW, Angler, Einwohner und Naturfreunde aus anderen Regionen der Insel packten ohne viel Federlesen an und sammelten die Kadaver ein - auch an schwer zugänglichen Stellen, zum Teil bei Nebel und eisigen Temperaturen. Da wurde nicht nach Zuständigkeiten und Meldeketten gefragt, sondern losgelegt.
An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Helfer, die bei diesem Umweltkollaps im Herzen der Insel nicht tatenlos zugesehen haben!
OZ-Lokalredakteur

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Rügen-Wetter

Es ist am Wochenende zunehmend nach Nebelauflösung freundlich und trocken. Die Temperaturen pendeln zwischen 2 bis 6 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, zeitweise frisch bis stark aus West bis Nordwest. Es erfolgt unter Abnahme des Windes eine langsame Winddrehung auf Südwest.
Infos zum Wetter in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
Baustellen auf Rügen

Foto: M. Otto
Foto: M. Otto
Die Strecke zwischen Teschenhagen und Stönkvitz wurde nach Brückenarbeiten erst im Mai wieder für den Verkehr freigegeben. Zuvor mussten Autofahrer auf der Landesstraße 296 (ehemals B 96) monatelang eine Umleitung fahren. Nun stehen sie vor dem gleichen Problem. Die Strecke ist seit Anfang November wieder dicht – monatelang. Wie ein Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr MV mitteilt, sind vier Absenkungen und eine abgenutzte Fahrbahndecke der Grund für die Sanierungsarbeiten auf diesem Streckenabschnitt. Bis zum 8. April lässt das Straßenbauamt Stralsund das knapp zwei Kilometer lange Teilstück sanieren. Eine Herausforderung würden die vier Absenkungen darstellen. „Diese können nicht parallel bearbeitet werden, da die Maschinen ihre Baufelder dann nicht erreichen. Hinzu kommen die verschiedenen bautechnischen Herausforderungen der einzelnen Absenkungen, sodass unterschiedliche Erdbauverfahren für die Sanierung eingesetzt werden“, so der Sprecher. Die Umleitung erfolgt von Samtens über die Landesstraße 30 in Richtung Garz und weiter über die Landesstraße 291 über Sehlen zurück auf die L 296 und umgekehrt. Die Kreuzung Teschenhagen aus Richtung Bergen kommend ist nicht betroffen. Die Erreichbarkeit von Stönkvitz aus und in Richtung Samtens soll laut Landesamt während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein.
Leserfoto aus der Region

Foto: Corinna Schaak
Foto: Corinna Schaak
Die ruhige Abendstimmung eines kalten, klaren Wintertages hat unsere Leserin Corinna Schaak aus Altenkirchen im Norden der Insel Rügen eingefangen. Das Bild entstand am Strand von Dranske, kurz bevor die Sonne am Horizont völlig untergegangen war.
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