OZ-Rügen ganz nah - Prora: Eine Schönheit oder eine Schande?

#60・
70

Ausgaben

OZ-Rügen ganz nahOZ-Rügen ganz nah
OZ-Rügen ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,
Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Insofern scheint es müßig, darüber zu streiten, ob Prora nach der Sanierung schöner oder hässlicher geworden ist. Aber die Frage nach dem Sinn dieser Entwicklung, nach der Zukunftsfähigkeit, die darf und die muss man sich angesichts des Baubooms in dem Binzer Ortsteil stellen.
Der war jahrelang so etwas wie die Zuflucht für die Binzer und alle anderen Bewohner und Gäste aus der Umgebung, denen es in Binz zu laut, zu voll, zu marktschreierisch war. Wer Ruhe suchte, am Strand auf Nachbarn treffen oder einfach ein Stück unverfälschte Natur erleben wollte, fuhr oder wanderte nach Prora. Weiter Strand, Kiefern und in viel Grün eingebettete Ruinen - Prora war alles andere als ein Ostseebad oder Badeort.
Seitdem ist viel Geld in Glas, Stahl, Beton und Werbung investiert worden. Mit der Stille ist es vorbei, mit dem Grün auch und wo einst die Kiefern wuchsen, sprießen heute braun-grüne Gräser und erstrecken sich Süßwasser-Schwimmbecken. Die einst lebhafte Kunst- und Kulturszene, die hier zu Hause war, ist verschwunden. Dazu gekommen sind Einkaufsmärkte, überteuerte Parkplätze und ganz viele Schranken und Verbotsschilder. Prora ist vielen Rüganern fremd geworden; sie fühlen sich hier nicht willkommen. Unsere Kollegin Anne Ziebarth hat den “Koloss von Rügen” auf dem Rad und zu Fuß erkundet uns sich einmal umgesehen. Sie sollten das bei nächster Gelegenheit vielleicht auch tun und sich selbst ein Bild machen - wie auch immer Ihr Urteil ausfallen mag.
Viel Spaß beim Erkunden der Insel wünscht Ihnen
Ihr OZ-Lokalredakteur Maik Trettin

Rügen ganz nah

Im Kurhaus Binz sagt man künftig „Servus“
Abrisspläne offenbar vom Tisch: Was nun aus dem Alten Kühlhaus in Sassnitz werden soll
AfD und Gegendemo auf Rügen: Trillerpfeifen siegten in Bergen
Insel Ummanz: Kite-Surfer verliert Kontrolle über seinen Schirm und beschädigt Auto
Sagarder Schatz: Buchbinderin restauriert 400 Jahre alte Chronik der Kirche Pommerns
Tödlicher Unfall in Göhren: Mann stirbt beim Baden vor Rügen
Gute Nachricht der Woche

Hafenbecken vertieft, Liegeplatz verlängert: Mukran macht sich fit für die „großen Pötte“
Aufreger der Woche

Gerüchte über Rügens größtes Tourismus-Projekt Bug: Wie steht es um den Kaufvertrag?
Ausflugstipp

Veranstaltungstipps für Rügen: Das ist am Wochenende los
Rügen-Wetter

Nach Dunst und Frühnebel ist es in den nächsten Tagen wolkig mit sonnigen Abschnitten. Schauer und lokale Gewitter sind einzuplanen. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber zwischen 16 bis 22 Grad. Nachts sinken die Werte kaum unter 18 Grad. Zum Wochenende hin erfolgt eine Winddrehung auf Südwest. In Schauer- und Gewitternähe stark auffrischend.
Infos zum Wetter in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
OZ-Sommerquiz: Woche 5 – Maritim

Ein Quiz an der Küste, über die Küste - wir stellen Ihnen 3 Fragen zu maritimen Themen, und Sie haben die Chance auf eins von drei iPad Air (2020) oder 3 x 300€ in bar. Klingt gut? Dann jetzt hier mitmachen!  
OZ+ Sommerquiz 2021: Jetzt Fragen beantworten und jede Woche tolle Preise gewinnen
Leserfoto aus der Region

(Foto: Corinna Schaak)
(Foto: Corinna Schaak)
Den Lauf der Zeit kann man an den alten Holzbuhnen am Bug bei Dranske sehen. Steine reiben und umspülen das widerstandsfähige Gehölz, getrieben von der oft brausenden Ostsee. Durch eine Buhne führt bereits ein Loch. Daran sieht man, wie die Kräfte des Wassers schalten und walten, schreibt die OZ-Leserin Corinna Schaak aus Altenkirchen zu ihrem Bild.
Haben auch Sie ein schönes Foto?
Dann schicken Sie dieses doch gern per E-Mail an newsletter-ruegen@ostsee-zeitung.de oder laden Sie die Fotos einfach hier hoch.
Für noch mehr Infos über Rügen

Sie möchten noch mehr von der Insel Rügen erfahren, dann schauen Sie doch auf unserer OZ-Homepage oder auf unserer Facebook-Seite vorbei.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.